Aktions-Stadtspaziergang

5. Stadtspaziergang: 6.9.09 // 15.00, Treffpunkt Votivkirche (zu Fuß begehbar)

In einem diesmal aktionistischen Stadtspaziergang sollen nicht nur die Orte besucht, sondern auch kurzfristige Gedenk-Installationen angebracht werden. Dies soll eine Intervention darstellen um die jahrzentelange Nicht-Thematisierung der Verfolgung durch die NS-Militärjustiz aufzuzeigen. Zwar können wir damit keine permanenten Mahnmale erschaffen, jedoch können wir damit auf das Fehlen und eine mögliche Umsetzung hinweisen. Auch wollen wir uns in einem Land, in dem in jedem Kaff ein Kriegerdenkmal steht, den Raum nehmen, um Leuten zu gedenken, die je nach ihren Möglichkeiten Wege der Sabotage oder Entziehung von der Pflicht gesucht haben.

Diesmal beginnen wir mit dem Neuen Universitätsgebäude (NIG), der ehemaligen Wehrmachtskommandatur und gehen dann zum Landesgerichtshof, in dem zahlreiche Verurteilungen und Hinrichtungen stattfanden. Weiter geht es zur Rossauerkaserne, einem Ort der Folterungen und des jetzigen pro-österreichischen NS-Gedenkens. Danach sehen wir in der Hohenstauffengasse das damalige Divisionsgericht des Ersatzheeres und gehen schließlich zur letzten Station des Spaziergangs, der Feuerwehrzentrale am Hof, einem Ort mit ambivalentem Gedenken.

Dank und Anerkennung dem antifaschistischen Widerstand.

Broschüre unter Material [Update: mittlerweile aktualisierte 4.Version]