Denkmal für Opfer der NS-Militärjustiz am Heldenplatz, 11. September 2009

Heute haben wir ein temporäres Denkmal für Opfer der NS-Militärjustiz am Wiener Heldenplatz aufgestellt. Dargestellt war eine leere rechteckige Klammer als Symbol für das Fehlen eines (echten) Denkmals bzw. einer Gedenkstätte für Deserteure der NS-Wehrmacht und andere Verfolgte der nationalsozialistischen Militärjustiz. Außerdem stellt sie die unzureichende Auseinandersetzung mit dem Thema dar, sowie die nach wie vor nicht vollständige Rehabilitierung der Betroffenen. Bei der Enthüllung der Installation waren sowohl Aktivist_innen des AK-Denkmalpflege beteiligt, als auch einige Politiker_innen der Grünen, die sich seit einiger Zeit mit dem Thema befassen, wie auch Mitarbeiter_innen des Personenkomitees Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz, die die aktuell laufende Ausstellung „Was damals Recht war…“ im Nestroyhof organisiert haben. Wir haben uns bewusst für eine zeitlich begrenzte Installation entschieden, da wir die Errichtung eines ständigen Mahnmals nicht als unsere Aufgabe, sondern als die der zuständigen Behörden (Justizministerium, Stadt Wien…) sehen.

Pressespiegel

Hier ein paar Fotos von der Aktion:
Foto: AK Denkmalpflege

Foto: AK Denkmalpflege

Foto: AK Denkmalpflege
David Ellensohn (Stadtrat, Grüne Alternative) und Dr. Friedrun Huemer (Stadträtin i.R.)

Foto: AK Denkmalpflege

Dr. Friedrun Huemer (Stadträtin i.R.)

Foto: AK Denkmalpflege

Foto: AK Denkmalpflege


1 Antwort auf „Denkmal für Opfer der NS-Militärjustiz am Heldenplatz, 11. September 2009“


  1. 1 bernhard kraut 11. September 2009 um 14:28 Uhr

    Zum Thema passend, ein Vergleich, zu welchen Gunsten die Auseinandersetzung in diesem Land geführt wird: http://bernhardkraut.wordpress.com/2009/09/07/ovp-freiheitliche-wehrmacht-anerkennung-noch-im-leben-aber-bestrafung-bis-in-den-tod/

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