Einladung
zu einer selbstverständlichen Denkmalsetzung für Deserteure in Krems

10.10.2009
14 Uhr Südtiroler Platz

Ganz selbstverständlich wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die Erinnerung an die Gefallenen begonnen und gepflegt. Nicht nur einfache Soldaten der Deutschen Wehrmacht, sondern auch Generäle werden ganz selbstverständlich geehrt. Dies ist ein Teil unserer Geschichte.
Mit der gleichen Selbstverständlichkeit soll nun auch der Deserteure und Wehrdienstverweigerer gedacht werden. Nach mehr als 70 Jahren eine Selbstverständlichkeit.

Ein Initiativkomitee lädt Sie zu dieser Aktion Zivilcourage ein.
Wer könnte nach 70 Jahren etwas dagegen haben? Selbstverständlich niemand.

In Krems gilt es sich mehrerer Opfer zu erinnern:

Rudolf Redlinghofer (31.10.1900-11.1.1940) hat aus religiösen Gründen den Dienst in der Deutschen Wehrmacht verweigert und wurde am 11. Jänner 1940 in Berlin Plötzensee geköpft.

Richard Ott ist im Jahr 1944 desertiert und lebte versteckt in Krems bis zu seiner Denunziation. Er wurde verhaftet und versuchte zu fliehen und wurde auf dem Pfarrplatz in Krems erschossen.

Karl Mörwald (geb. 26.10.1918) desertierte Ende 1944 und lebte von Jänner 1945 bis zur Befreiung in Krems, er verstarb im Oktober 2004

Hauptmann Franz Schwelger, Oberleutnant Kilian, Feldwebel Zelenka wurden von einem Standgericht am 21. April 1945 zum Tode verurteilt, weil Sie sich mit einer rund 40 Mann starken Wehrmachtseinheit der Bewachungsmannschaft des Kriegsgefangenenlagers Gneixendorf Richtung Westen abgesetzt hatten. Die Hinrichtung erfolgte auf dem Platz vor dem Kreisgericht Krems (heute: Südtiroler Platz).

Um Anmeldungen für die illegale Denkmalsetzung unter: r.streibel[öt]utanet.at